Andreas Christoph Clamer:
Mensa Harmonica

Nur wenig ist bekannt über Andreas Christoph Clamer, der im 17. Jahrhundert zeitgleich mit Heinrich Ignaz Franz Biber und Georg Muffat in Salzburg als Regens Chori am Dom wirkte. Sein einziges erhaltenes Werk ist die »Mensa Harmonica« – Tafel­musik, die 1682 zum 1100-Jahr-Jubiläum des Erzstiftes Salzburg im Rahmen prachtvoller Festivitäten vor erlesenem Publikum erklang.

 

Diese Suiten brauchen den Vergleich mit Bibers »Mensa sonora« und Muffats »Armonico tributo« aus dem gleichen Jahr nicht zu scheuen. Sie faszinieren durch abwechslungsreiche, bunte Satzfolgen und den humorvollen Wechsel der Affekte, so etwa »Bizarrerien« wie Moresca, Scherzo, Lamento oder Saltarello.

 

Außergewöhnlich ist auch die Besetzung der »Mensa Harmonica«: Neben zwei Violinen und einem Violone bereichert eine Viola da Gamba mit Akkorden und Doppelgriffen die Harmonie. Das Titelblatt des Druckes nennt eine weitere Aufführungsmöglichkeit zu zweit, also mit einer Violine und Generalbass. Sechs der sieben Partiten wurden nun vom Ensemble dolce risonanza erstmals in beiden Besetzungs­varianten eingespielt und bei CHRISTOPHORUS veröffentlicht.

 

Andreas Christoph Clamer: Mensa Harmonica