Haydn … out of Hainburg

Anton Holzapfel und das Ensemble dolce risonanza auf Haydns Spuren

Joseph Haydn … out of Hainburg, dem Ort, wo seine Weltkarriere begann: Der Organist Anton Holzapfel hat gemeinsam mit dem Wiener Ensemble dolce risonanza unter der Leitung von Florian Wieninger einen musikalischen Streifzug unternommen, ausgehend von der Orgelempore in Hainburg. Mit einer von der Sparkassenstiftung Hainburg initiierten CD-Aufnahme an der Haydn-Gedächtnisorgel der Stadtpfarrkirche Hainburg wird dieses Kapitel der Musikgeschichte neu erzählt.

 

1740 wurde Joseph Haydn als Achtjähriger in Hainburg an der Donau (NÖ.) von Domkapellmeister Johann Georg Reutter d. J. »entdeckt« und als Sängerknabe an den Wiener Stephansdom geholt. In Hainburg hatte Joseph Haydn (wie wohl auch später sein Bruder Michael) die erste musikalische Ausbildung in Gesang, Violine und Pauke erhalten. Prägend für die weitere musikalische Laufbahn war neben Reutter vor allem Johann Joseph Fux mit seinem Generationen bestimmenden Lehrwerk »Gradus ad Parnassum«.

 

Neben einer Wieder-Erstaufführung eines Orgelkonzertes von Reutter, das im Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde Wien bisher unveröffentlicht schlummerte, sind es vor allem geistliche Werke mit konzertierender Orgel und kleinere Orgelstücke von Joseph und Michael Haydn, die ihren Bezug zur Orgel dokumentieren, ergänzt von Orgelwerken von Johann Joseph Fux und Johann Georg Albrechtsberger.

 

Der damaligen Aufführungspraxis entsprechend realisiert dolce risonanza das »Salve Regina« in g-moll von Joseph Haydn. Nicht ein groß besetzter Chor, sondern ein solistisch besetztes Sängerensemble (Barbara Fink, Ida Aldrian, Daniel Johannsen und Klemens Sander) musiziert, gemäß der originalen Anweisung Haydns »per quattro voci ma soli«.

 

Haydn … out of Hainburg