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dolce risonanza bei

 

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Rezensionen

Konzertkritiken

Musikverein: Von Orgelklavieren und Nagelgeigen

Sind denn die Schatzkammern des Wiener Musikvereins uner­schöpflich? Fast scheint es so: Heuer schon zum achten Mal präsentiert Archivdirektor Otto Biba im Zyklus »Nun klingen sie wieder« Kostbarkeiten historischer Instrumente; darunter Streichinstrumente aus dem 18. Jahrhundert, aber auch das Arpeggione und die »Nagelgeige«. Programmierter Höhepunkt der unkonventionellen Konzertprogramme: Die Erstaufführung (!) von Mendelssohns jüngst erworbenem Liederalbum für die von ihm heiß verehrte Sängerin Jenny Lind.
Am ersten Abend stand ein restaurierter Pedalflügel von Ludwig Bösendorfer (1874) im Zentrum des Interesses. Er besitzt neben der normalen Klaviatur einen am Boden liegenden Kasten mit Bass-Saiten, zu bedienen mit einer an ein Orgelpedal gemah­nenden Tastatur. Schon Wolfgang Amadeus Mozart hatte einst ein ähnliches Instrument besessen; für das 19. Jahrhundert erinnern drei Opuszahlen von Schumann an das heute ver­schollene Klangwerkzeug. Die von Anton Holzapfel daraus präsentierten Kostproben, untypisch für Schumanns, ließen einen herb-dunklen Klang erstehen.

Dezent auf der Posaune
Im Brahmssaal wurde diese Rarität umrahmt mit Streicher­kammermusik von Antonio Caldara und dem Jahresregenten Johann Joseph Fux (geboren 1660), ausgewogen musiziert von Gunda Hagmüller und Lucia Froihofer (Violine) sowie Florian Wieninger (Violoncello, Violone). Und zu Beginn hatte Bernhard Rainer auf einer Nürnberger Posaune von 1653 überaus dezent die Bassstimme bei Werken venezianischer Komponisten des Frühbarock geblasen.

Gerhard Kramer, Wiener Zeitung (9. April 2010)


»Matthäuspassion« in Graz: Hoch zur Hochstrecke

… In Florian Wieningers dolce risonanza gab es … viel berührende Klangrede.

Hansjörg Spies, Kleine Zeitung (30. März 2009)


MEDEBACH. Ein wahrhaft faszinierendes Klangkunstwerk entführte am Sonntagabend in der Medebacher Pfarrkirche das gebannt lauschende Publikum gleichsam in eine andere Welt. Nachdem der letzte Hall verklungen war, herrschte minutenlang andächtige Stille …
Denn hier war in der vorangegangenen Stunde eine wirkliche Pretiose geistlicher Barockmusik zu pulsierendem Leben erweckt worden: der Kantatenzyklus »Membra Jesu Nostri« von Dietrich Buxtehude. … Diese herausragende Werkvorlage brachten die SängerInnen von »Xenos« (Graz) und die SpezialistInnen für Orginalklang
dolce risonanza (Wien), versiert und subtil geführt von Prof. Hans-Jürgen Schnoor (Lübeck), auf kongeniale Weise zu Gehör.
Instrumente und Vokalisten brillierten sowohl im fabelhaft homogenen Ensembleklang als auch solistisch. Der erlesene, dunkle Ton der Streichinstrumente (Violine: Lucia Froihofer und Gunda Hagmüller, Violone: Florian Wieninger) harmonierte perfekt mit den glockenklaren, vibratofreien Vokalstimmen … immer umspielt, kommentiert und im wahrsten Sinne des Wortes »unterstrichen« von den »lieblichen Resonanzen« der Instrumente.
… Der große Aufwand und der Einsatz vieler Hände bei der Realisation hätte nicht besser belohnt werden können als mit dieser glanzvollen Aufführung: dafür wäre J. S. Bach gewiss auch nach Medebach gewandert. (junk)

WAZ (New Media GmbH, 22. August 2007)


Andreas Rauch, Newes Thymiaterium (1651): Rudolf Brunnhuber (voce altus), Gernot Heinrich (voce tenore), Matthias Helm (voce bassis), dolce risonanza/Matthias Krampe, Reformierte Stadtkirche, Vienna, 12.4.2007
... Listened to with modern ears the music of this period can seem to lack variety but this — to me at least — completely unknown composer managed to imbue this 75-minute-work with enough variation to make it not only endurable but engrossing in the main. Greatly contributing to this was the playing of the
dolce risonanza and the vocal soloists. …
I doubt I will get an opportunity to hear this music again but if I happen to come across another performance I will certainly give it a second hearing. Visitors to — and of course inhabitants of — Vienna should keep their eyes open. If they are lucky it will be performed again — hopefully with these same forces.

Göran Forsling, www.musicweb-international.com


Süße Klänge nicht nur von Mozart
MILLSTATT. Dass ein Abend mit Kammermusik kurzweilig und amüsant sein kann, bewies das Ensemble
dolce risonanza im herrlichen Raum der Stiftskirche Millstatt.
Unter dem Motto »Not only Mozart« präsentierte man Werke des Jahresregenten genauso wie solche seiner Zeitgenossen, vor allem solche der Brüder Haydn. Süßer Klang ging von den alten Instrumenten der Streicher (Gunda Hagmüller, Lucia Froihofer/Violinen, Gertrud Stecher/Viola) aus, wie von Orgel und Positiv (Anton Holzapfel). Gespielt wurde in sanft abgestufter Weise oder energisch lebhaft unter der Leitung des klug moderierenden Florian Wieninger – so etwa Duette, die Mozart einst hilfreich für den kranken Michael Haydn geschrieben hatte, oder ein mit »Nachtstück« benanntes Ständchen von Joseph Haydn.
Vergnügliches, Schönes, Unterhaltsames stand nebeneinander und erfreute die dankbare Zuhörerschaft. (MT)

Kleine Zeitung (23. August 2006)

 

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