Concerti per l'organo – Orgelkonzerte

Die Musiker dieser Aufnahme

© Elisabeth Koval

v.l.n.r.: Anton Holzapfel, Susanne Scholz,
Gunda Hagmüller, Florian Wieninger

 

Anton Holzapfel
Organo concertato / Orgel

Anton Holzapfel wurde 1966 in Schärding am Inn (Österreich) geboren, erhielt dort seine erste Ausbildung in Klavier und Orgel und studierte dann an der Musikhochschule Wien (heute Musikuniversität) Katholische Kirchenmusik und Orgel bei Alfred Mitterhofer (Diplom 1993). Während des Studiums war er auch Mitglied des Arnold Schoenberg Chores Wien. Maßgeblich geprägt wurde er durch die langjährige musikalische Zusammenarbeit dieses Chores mit Nikolaus Harnoncourt. Cembalostudien bei Matteo Messori, Bologna/Bergamo ergänzten seine Ausbildung.
Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Organist waren in den vergangenen Jahren neben der süddeutsch-österreichischen Orgelmusik des Barock vor allem Werke mit Orchester. Seit 1998 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, in deren Konzerten und Opernproduktionen er seither Orgelparts sowohl solistisch als auch als Orchestermusiker übernimmt.
Als Continuospieler an Orgel, Cembalo und Hammerklavier musizierte er mit den Wiener Philharmonikern, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Mahler Chamber Orchester und dem Concentus Musicus mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Ivor Bolton, Peter Schreier, Trevor Pinnock und Daniel Harding. Einen weiteren Schwerpunkt bilden kammermusikalische Aktivitäten mit den Ensembles vienna.continuo, das er mit Kollegen aus dem Kreis der Wiener Philharmoniker und Wiener Symphoniker gebildet hat, und mit dolce risonanza, einem Originalklangensemble unter der Leitung von Florian Wieninger. Zur Diskographie zählt unter anderem die Solo-CD »Concerti italiani«.


Susanne Scholz
Violino principale / Violine

Nach Studien im Konzertfach Violine in Graz und Wien setzte Susanne Scholz diese im Fach Barockvioline in Den Haag fort. Internationale Konzerttätigkeit mit Ensembles aus ganz Europa, vor allem mit »Les Arts Florissants« und »La Petite Bande« sowie eigenen Formationen wie »chordae freybergensis« und »L’estro Armonico«. Über 50 Einspielungen, davon zahlreich solistische Aufnahmen liegen vor. 1995–2000 war sie Dozentin für Barockvioline am Konservatorium der Stadt Wien. Seit 1999 ist sie Professorin für Barockvioline an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Gastdozentin an der Kunstuniversität Graz, Kurse u.a. In Berlin,Pöllau, Michaelstein und Taipeh. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit sowohl im künstlerischen wie pädagogischen Bereich liegt in der Leitung von Orchester- und Opernprojekten.


Gunda Hagmüller
Violine / violin

Gunda Hagmüller wurde in Steyr geboren und erhielt dort mit acht Jahren den ersten Violinunterricht. Es folgten Studien der Musik- und Theaterwissenschaften an der Universität Wien und der Barockvioline bei Susanne Scholz und Dario Luisi an den Konservatorien Wien und Graz, beide mit Auszeichnung abgeschlossen.
Mit Meisterkursen für Violine und historische Aufführungspraxis bei Sigiswald Kuijken, Jesper Christensen, Enrico Gatti, François Fernandez und William Christie erweiterte sie ihre Ausbildung.
Gunda Hagmüller wirkt in diversen Ensembles wie dolce risonanza, Musica Freybergensis, Chordae Freybergensis, Armonico Tributo Austria, Barucco und Hofmusici mit und trat unter anderem bei den Festwochen der Alten Musik Innsbruck, der Styriarte Graz und beim Carinthischen Sommer sowie live in Sendungen von MDR, Ö1 und RAI tre auf.
Sie spielte zweite Solovioline bei einer CD der Compagnia de Musici mit Werken von Carlo Tessarini sowie bei der Gesamteinspielung von Vivaldis »La Stravaganza« mit dem Orchestra barocca G.B. Tiepolo. Aufnahmen des MDR mit der Musica Freybergensis unter der Leitung von Roland Wilson dokumentieren die intensive Beschäftigung mit dem Renaissance-Instrumentarium.
Gunda Hagmüller praktiziert auf der Violine die sogenannte »freie« Technik ohne Zuziehung des Kinns.


Florian Wieninger
Leitung

Nach seiner Ausbildung zum Tonmeister und Aufnahmeleiter an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien studierte Florian Wieninger am Wiener Konservatorium Kontrabass, Violone und Ensembleleitung und vertiefte an der dortigen Musikuniversität seine Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis. Es folgten Meisterkurse sowie Orchesterakademien im Bereich Alter Musik.
Florian Wieninger spielt mit diversen in- und ausländischen Ensembles wie dem Concilium musicum Wien, der Wiener Akademie, Barucco, der Continuogruppe bassar, der capella augustana Bologna, Hofmusici, dem Ensemble Ecce Grex! Basel, Il Vero Modo Basel, der Musica Freybergensis und den Chordae Freybergensis, wo er Renaissance-Tenorcello spielt.
Als gefragter Continuospezialist wirkt er bei zahlreichen Opernproduktionen mit. Diverse Aufnahmen dokumentieren diese Vielseitigkeit.
Neben seiner Orchester- und Ensembletätigkeit – sowohl am modernen Kontrabass als auch an historischen Instrumenten – ist es sein Anliegen, dem G-Violone seinen historischen Platz in der Aufführungspraxis wiederzugeben.
Mit seinem Ensemble dolce risonanza widmet Florian Wieninger sich der Literatur des 16. bis 18. Jahrhunderts mit der Präsentation besonderer Programme. Durch seine humorvoll-spannende Moderation vermittelt er dem Publikum interessante Aspekte der Komponisten, der Zeit und Kultur.


dolce risonanza

Unter dem Namen dolce risonanza versammelt Florian Wieninger projektbezogen heimische und internationale Spezialisten der Originalklang-Szene, um mit ihnen besondere Programme in ausgesuchter Qualität zu verwirklichen. Der Ensemblename dolce risonanza ist ein Zitat aus Agostino Agazzari’s Traktat »del sonare sopra’l basso con tutti li instrumenti…« (1607) und bezieht sich auf die »liebliche Resonanz«, den erlesenen Klang alter Instrumente. Das Ensemble dolce risonanza fühlt sich historischen Spielweisen und dem intensiven Studium der Quellen verpflichtet. Die Programme werden in Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlern und Mitgliedern des Ensembles, die auf diesem Gebiet tätig sind, erstellt.

 

    Hob. XVIII:
Susanne Scholz Violino primo 1 2 5 7 8 10
Roswitha Dokalik   1 2 6
Eva-Maria Röll   1 2
Sara Mosetti   6
Gunda Hagmüller Violino secondo 1 2 5 6 7 8 10
Christopher Roth   1 2 6
Sara Mosetti   1 2
Szabolcs Illés Viola 1 2 6
Lucia Froihofer   1 2
Malena Mocciaro Violoncello 1 2 6
Florian Wieninger Violone 5 6 7 8 10
Benedict Ziervogel   1 2
Siegfried Koch Clarino primo 1 8
Stanko Arnold Clarino secondo 1 8
Hubert Pöll Timpani 1
Gottfried Barzaba   8
Andreas Helm Oboe prima 1
Elisabeth Baumer Oboe seconda 1