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dolce risonanza bei

 

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© Andi Bruckner

 

Instrumente

Neben der musikwissenschaftlichen Arbeit und der Kenntnis der Quellen ist das entsprechende Instrumentarium die wichtigste Basis der historischen Aufführungspraxis: Wie die Musiker des 17. und 18. Jahrhunderts spielen auch wir groß­teils auf neu gebauten Instrumenten. Diese genauen Rekonstruktionen erlauben uns einen authentischen Zugang zur damaligen Spielpraxis. Ein Schlüsselerlebnis dafür waren unsere praktischen Erfahrungen mit Renaissance-Instrumenten im Rahmen der »Musica Freybergensis«: In diesem einmaligen Forschungsprojekt wurden sämtliche Musikinstrumente von 1594 aus den luftigen Höhen der Begräbniskapelle im Freiberger Dom im Zuge einer Restaurierung abgenommen, genauestens vermessen und originalgetreu nachgebaut. Die Ergebnisse waren sowohl klanglich als auch spieltechnisch verblüffend und prägen noch heute unseren Zugang nicht nur zur Renaissance-, sondern auch zu früh- und hochbarocker Musik.


Auf Basis dieser neuen Erkenntnisse haben wir nun gemeinsam mit unseren Geigenbauern das Instrumentarium von dolce risonanza entwickelt und adaptiert. Ein Violone in G von Oskar Kappelmeyer war der erste Schritt, eine Geige nach dem Vorbild von Andrea und Girolamo Amati um 1600 (gebaut von Hagen Schiffler) sowie eine große Bratsche nach Amati und eine rekonstruierte Tenorgeige (beide gebaut von Martin Rainer) folgten, sodass wir nun ein komplettes Geigenconsort zur Verfügung haben, das den obertonreichen und »lieblichen Klang« – der in den Quellen so oft beschrieben wird – wunderbar unterstützt.


Steckfroschbögen aus einheimischen Hölzern und reine Darm­besaitung – auch auf den tiefen Saiten – sind für uns selbst­verständlicher Bestandteil beim Spielen der Literatur von der Renaissance bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Für Musik des 18. Jahrhunderts verwenden wir hier natürlich andere, der Zeit entsprechende Instrumente, Bögen und Saiten, um so dem Klangideal und den unterschiedlichen technischen Anforder­ungen des jeweiligen Stils gerecht zu werden.


Neben dem möglichst originalgetreuen Instrumentarium halten wir intensives Quellenstudium sowie historische Spieltechniken für unumgänglich, um der Musik besonders des 16. und 17. Jahrhunderts gerecht zu werden. Dementsprechend legen wir großen Wert auf die in den meisten Traktaten und Abbildungen überlieferten Geigenhaltungen »auf der Brust« bzw. »unter dem Schlüsselbein«.


Den lieblichen Klang der Streichinstrumente unterstützt unser eigenes Orgelpositiv (gebaut von Erich Hagmüller 2007).